Eine Woche Meer !

26.10.
Den ganzen Tag war es schon richtig heiß , weswegen ich dann mittags entschieden habe mit dem Schulbus nach hause zu fahren . Der Schulbus fährt schon seit einiger Zeit nicht mehr Einwand frei . Als er dann nach Öfteren versuchen endlich angesprungen ist , haben wir entschieden , dass er unbedingt in die Werkstatt muss . Das bedeutet dann leider auch , dass die Schule schließen muss . Da die anderen Schulen gerade sowieso midterm Ferien hatten haben wir entschieden diese auch am Freitag und Montag zu nehmen .
Ich habe dann sehr spontan entschieden für das lange Wochenende nach Cape Cost zu fahren und eventuell dann noch den Rest der Woche frei zu nehmen , um noch mehr zu sehen .
Es gab allerdings ein entscheidendes Problem , denn ich war alleine !
Ich habe dann meine Eltern gefragt , was sie von der Idee halten alleine zu reisen . Insgeheim hatte ich die Hoffnung , dass sie mir davon abraten , da ich doch ziemlich schiss hatte auf mich allein gestellt zu sein .
Sie haben mir dann dazu geraten es zu machen , wenn meine Gastfamilie bestätigt, dass es sicher ist .
Diese hat es dann auch bestätigt und dann gab es kein zurück mehr für mich !
Ich habe dann meinen Rucksack gepackt und bin früh schlafen ergangen , damit ich früh aufstehen kann .

27.10.
Um 9:00 war ich dann Abfahrt bereit . Die fahrt zum Asafo market hat gut geklappt . Diesmal habe ich mich für den etwas teurere Bus entschieden , damit ich mein Gepäck im Fußraum stellen kann . Ich musste fast 2 Stunden warten bis der Bus voll war und leider war es dann doch ziemlich eng . Der Bus war ziemlich flott unterwegs und ich war nach 4 Stunden in Cape Cost angekommen . Ich habe dann ein Taxi zu meinem gebuchten Hostel genommen und war dann schon am frühen Nachmittag am Strand .
Ich habe mir ein Bett im Dorm ( also Mehrbett Zimmer ) gemietet , da die Einzelzimmer immer deutlich teurer sind .
Da das Hostel bei volunteers sehr beliebt ist , hatte ich die Hoffnung Anschluss zu finden .
Den Nachmittag habe ich lesend am Strand verbracht, da die Wellen zu hoch zum schwimmen waren .
Ich musste ins Dorm um mir Mückenspray aufzutragen. Dort waren gerade drei deutsche Studenten angekommen , die mich zu meinem
Glück eingeladen haben mit ihnen Abend zu essen . Das habe ich natürlich sehr gerne angenommen . Nach dem Essen sind wir dann zum Strand gelaufen , um ein Bierchen zu trinken . Außer uns waren noch einheimische am Strand , die uns zu ihrem Abendessen eingeladen haben . Es war super lecker ! Es wurde auch ein Lagerfeuer entzündet und die Trommeln wurden rausgeholt. Es war ein toller Abend . Wenn ich nicht alleine gereist wäre , hätte ich diese Erfahrung nie gemacht . Nach diesem Abend war mir klar , dass es eine super Entscheidung gewesen war alleine zu reisen .

28.10.
Ich wurde durch das Meeresrauschen geweckt und das war ein tolles Gefühl ! Nach einem leckeren Frühstück bin ich einfach durch die Stadt gelaufen und habe viel gesehen .
Ich hatte am Vorabend bei einer Frau sehr schöne Armbänder entdeckt und ihr Freund wollte mir heute zeigen , wo ich sie mir kaufen kann . Der erste stand war sehr teuer . Daraufhin hat er dann einen Freund angerufen der die Technik auch beherrscht . Ich konnte mit ihm dann verhandeln , dass er mir beibringt wie man die Armbänder macht . Wir sind dann erstmal auf den Markt gegangen , damit ich mir die kleinen Perlen kaufen kann . Danach haben wir dann angefangen . Nach einiger Zeit war es immer einfacher . Wir haben den ganzen Tag geknüpft und haben nette Gespräche geführt . Nach 6 Stunden habe ich dann aufgehört, weil es doch sehr anstrengend war .
Abends habe ich dann Mit den einheimischen Karten gespielt und es war ein lustiger Abend .

29.10.
Auch heute würde ich wieder von dem Meeresrauschen geweckt .
Vor dem Frühstück habe ich dann noch mit Musah gesprochen, der mir die komplette Woche frei gegeben hat .
Nach dem Frühstück habe ich dann wieder angefangen zu knüpfen . Heute sollte mir noch eine weitere Technik beigebracht werden und auch die war nach anfänglicher Schwierigkeit leicht zu verstehen . Ich habe so ziemlich den ganzen Tag damit verbracht.
Nach dem Abendessen haben wir dann etliche runden UNO gespielt und es war super . Danach sind wir dann losgezogen, um feiern zu gehen . Hier ist es so , dass auch die Männer das Tanzbein schwingen. Das hat mir gut gefallen ! Nach einem langen Abend bin ich dann sehr erschöpft ins Bett gefallen.

30.10.
Nach dem Frühstück habe ich endlich mein Armband fertig bekommen .
Ich bin dann mit dem Taxi zu der Trotro Station gefahren von der aus ich nach Takoradi komme , um nach Busua zu fahren .
Ich hatte Glück, denn ich habe den letzten Platz im Trotro bekommen . Nach zwei Stunden bin ich dann in Takoradi angekommen . Von dort aus musste ich dann weiter nach Agona . Das Trotro war leider noch leer und ich musste wieder eine Stunden warten . Nach 1,5 Stunden bin ich dann in Agona angekommen . Von dort geht es mit dem Taxi weiter . Am Taxistand wurde mir dann versichert , dass es keine Shared Taxis nach Busua gibt . Ich habe mich dann in ein teures Taxi gesetzt . Wir sind 500 Meter gefahren und dann habe ich ein Taxi gesehen , auf dessen Dach ein Schild stand mit der Aufschrift Busua . Daran erkennt man die Shared Taxis .
Ich bin aus meinem Taxi geflüchtet und habe mich in das Shared Taxi gesetzt . Der Taxifahrer war sehr perplex und hat erstmal nicht reagiert . Dann ich er mir hinterher gefahren und ist ausgestiegen um mich fertig zu machen . Ich hatte ziemliche Angst .
Zum Glück haben mir andere Taxifahrer geholfen und ihm erklärt , dass es so nicht geht und er mich angelogen hat . Es ist alles gut ausgegangen und der Taxifahrer hat aufgegeben . Nach 20 Minuten war ich dann in Busua.
Das Hostel lag an einer Lagune die man durchqueren musste um ans Meer zu kommen .
Ich habe den Nachmittag dann damit verbracht schwimmen zu gehen . Es war herrlich ! Der Sand war sehr fein und es sah aus wie im Paradies .
Am späten Abend habe ich dann tatsächlich die Studenten getroffen die ich schon aus Cape Cost kannte . Wir haben uns dann den ganzen Abend unterhalten .
Ich hatte den Dorm für mich ganz alleine . Das war echter Luxus .

31.10.
Da die beiden Studenten so von der Surfstunde geschwärmt haben , stand mein Entschluss fest . Ich bin dann schon um 9:00 an den Strand gegangen und habe eine Surfstunde genommen . Es ist ganz schön anstrengend das Bord immer wieder ins Meer zu tragen . Ganz am Ende habe ich es dann endlich geschafft zu stehen . Es hat mir viel Spaß gemacht . Mein Knie ist ganz schön aufgeschürft vom ständigen hinfallen .
Danach musste ich mich erst einmal ausruhen .
Die Studenten haben mir dann von einem günstigen Straßen stand berichtet bei dem man gut essen kann . Wenn man abends essen möchte , muss man vorbestellen . Also bin ich dahin gelaufen , um mir Hummer zu bestellen , da er nur 6€ gekostet hat .
Vor dem Abendessen bin ich dann nochmal schwimmen gegangen .
Das Essen war richtig gut und die Studenten haben dann auch noch dort gegessen . Nach dem Essen sind wir zum Hostel zurück gelaufen . Außer uns war noch eine Familie mit zwei kleinen Kindern und ein Grundschule Lehrer dort . Wir haben uns dann alle bis spät in die Nacht unterhalten . Es war sehr interessant.

01.11.
Am späten morgen bin ich aufgebrochen um nach Cape three point zu fahren , dem südlichsten Punkt Ghanas . Ich musste zwei Stunden warten bis das Trotro voll war und dann haben wir auch noch 3 zusätzliche Leute mitgenommen , die eigentlich keinen Platz mehr hatten . Die fahrt war sehr unangenehm . Nach einer Stunde war ich dann zum Glück schon da .
Das Hostel war sehr schön , allerdings für meine Verhältnisse zu teuer . Deshalb habe ich mich entschieden am nächsten morgen wieder zu fahren . Am Nachmittag habe ich mit anderen Gästen Volleyball am Strand gespielt . Am Abend gab es sehr leckeres Essen und endlich mal Spaghetti! Ich habe mich dann mit den Gästen noch gut unterhalten . Ich bin dann nicht zu spät schlafen gegangen , da das einzige Trotro schon morgens um 6 Uhr nach Agona fährt .

02.11.
Um 5:30 hat dann mein Wecker geklingelt . Ich war dann pünktlich um 5:50 an der Straße, damit mich das Trotro auch wirklich einsammelt . Als dann um 7:00 immer noch kein Trotro da war bin ich zurück zum Hostel gelaufen , um zu fragen was los ist .
Dort wurde mir dann berichtet , dass das Trotro schon um 5:17 voll abgefahren ist , obwohl das Hostel eigentlich extra einen platzt für mich reserviert hat , damit genau das NICHT passiert . So musste ich dann mit dem Motorrad abgeholt werden und ins nächste Dorf gebracht werden . Das ging zum Glück relativ schnell . Im Dorf angekommen war ich mal wieder die erste im Trotro .
Nach zwei Stunden warten und vier Passagieren haben wir den Fahrer überredet trotzdem zu fahren , wenn wir alle den doppelten Preis zahlen . Um 11 Uhr war ich dann wieder zurück im Hostel in Busua , da es mir dort so gut gefallen hat .
Die Familie war auch noch da . Die haben mich dann eingeladen mit denen zusammen zu Abend zu essen . Es sind am Nachmittag deutsche Studenten aus Accra in das Dorm gezogen , was ich dann nicht mehr für mich alleine hatte .
Die waren sehr sympathisch.
Abends war ich dann mit der Familie essen . Es war sehr schön und die haben mich sogar eingeladen , was mich extrem gefreut hat !
Den Rest des Abends habe ich mich dann mit den Studenten unterhalten .

03.11.
Heute wollte ich mich , nach einem letzten Mal schwimmen im Meer , auf den Weg zurück nach Cape Cost machen , damit ich nicht an einem Stück nach Kumasi fahren muss . Die Familie hatte ebenfalls ihren letzten Ferien Tag und hat mich eingeladen
, mit dem Taxi zusammen , mit Ihnen noch Takoradi zu fahren . Das Ersparte mir sehr viel Zeit und schenkte mir weitere Gespräche.
In Takoradi angekommen habe ich die Familie zum Van nach Accra begleitet .
Dem kleinen Kind wird bei Autofahrten schlecht wenn es nicht vorne sitzt , also war das unsere Bedingung an den Fahrer . Auf dem Beifahrersitz stand allerdings schon eine Tasche , aber die Person war nicht zu sehen .
Ich habe die Tasche runter genommen , damit sie sich setzten könnten . Dann hat sich ein junger Mann extrem aufgeregt , weswegen ich seine Tasche anfasse und das ich nicht das Recht dazu habe . Zum Glück wurde mir schon wieder von den umstehenden Leuten geholfen und der junge Mann hat beleidigt den Van verlassen .
Ich habe einen VIP Bus gesehen der direkt nach Kumasi fährt . Der Fahrer meinte es dauert nur 5 Stunden . Mein Entschluss stand fest . Ich fahre direkt nach Kumasi , denn das spart mir dann viel Geld . Nachdem ich meine Karte gekauft habe , bin ich wieder zur Familie gegangen um mich zu verabschieden . Ihr Van war nach wenigen Minuten voll .
Mein VIP Bus hat allerdings 1,5 Stunden gebraucht um voll zu werden . Nach 7 Stunden war ich dann auch endlich in Kumasi angekommen . Nach drei weiteren Trotro Fahrten war ich dann auch endlich um 22:17 zuhause !
Ich hätte es eigentlich wissen müssen , dass die fahrt deutlich länger dauert als behauptet .

Ich habe bei meiner Reise gelernt über meinen Schatten zu springen . Ich war endlich mal spontan und habe genau das gemacht worauf ich Lust hatte . Ich bin sehr froh mich zum alleine reisen entschieden zu haben ! Auch wenn ich dafür anfangs mutiger sein musste als ich eigentlich bin . Jetzt weiß ich , dass ich davor keine Angst mehr haben muss .
Außerdem habe ich tolle Menschen kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte .

Ein kleiner Einblick in das Leben hier in Ghana

Für mich ist hier in Ghana schon vieles sehr normal . Erst wenn ich es dann meiner Familie oder Freunden erzähle wird mir bewusst , dass es eigentlich nicht normal ist oder besser gesagt ungewohnt wenn man es selbst nicht erlebt .
Ich kann jetzt natürlich nur über Dinge berichten , die ich selbst erlebt habe und spreche da auch nur für meine Gastfamilie hier in Ghana und nicht für alle anderen Familien . Denn bei den anderen gibt es mit Sicherheit Unterschiede .

Ich fange jetzt mal mit der Wohnsituation an .
Ich bewohne mit meiner Gastfamilie ein großzügiges Haus . Dieses hat bisher nur eine Etage , aber es sieht danach aus , als ob eine zweite geplant ist , da wir kein Dach haben .
Das mangelnde Dach führt dazu , dass es bei starkem Regen durch die Decke tropft. Das ist jedoch nicht weiter störend , da bei mir keine wichtigen Teile des Zimmers betroffen sind .

Wir haben ein großes Wohnzimmer, dass nicht von der Küche getrennt ist . Im Wohnzimmer wird auch gegessen . Dort halte ich mich nicht so gerne auf , weil der Fernseher von morgens 6:00 bis abends 21:00 läuft .
In der Küche wird jedoch nicht gekocht . Wir kochen in einem überdachten Vorraum mit Gas Kartuschen . Wieso wir das so machen , weiß ich nicht , könnte mir aber denken , dass es wegen der frischen Luft ist , da der Vorraum offen ist .
Außerdem gibt es das Zimmer von meiner Gastschwester Shamima .
Sie schläft auf Schaumstoff Matratzen die auf dem Boden liegen .
Daneben ist das Schlafzimmer von meiner Gastmutter Jalila. Sie hat ein großes Bett und einen weiteren Raum . Ich glaube da ist ein Badezimmer. Selber war ich noch nie in dem Raum .
Die Lebensmittel werden auch in einem ihrer Zimmer gelagert . In dem Kühlschrank ist eigentlich nur Wasser .
Ich habe auch noch drei Gastbrüder die hier wohnen .
Schlafen tuen zwei in dem mir gegenüberliegenden Zimmer .
Diese sind vom Vorraum aus zu erreichen , also vom Haus getrennt .
Der älteste schläft in einem unfertigen Haus direkt neben unserem .
Mein Zimmer ist sehr geräumig und ich habe sogar ein eigenes Badezimmer.
Wir haben den Luxus von laufendem Wasser . Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Eine ältere Gastschwester hat schon eigene Kinder und wohnt in ihrer eigenen Wohnung nicht zu weit entfernten und eine weitere wohnt in Deutschland .

Die vielen Kinder haben alle den gleichen Vater . Dieser hat insgesamt 21 Kinder von drei verschiedenen Frauen mit denen er gleichzeitig verheiratet ist . Eine von den Frauen ist allerdings vor einiger Zeit gestorben .
Er arbeitet in Accra und ist nur sehr selten hier bei uns , er muss sich ja immerhin gleich um zwei Frauen kümmern .

Von mir zuhause bin ich es gewohnt , dass alle zusammen die Mahlzeiten einnehmen .
Bei meiner Gastfamilie ist es anders .
Wir Frauen kochen für und und essen im Wohnzimmer . Wie genau die Männer das machen , weiß ich nicht so wirklich . Manchmal bekommen sie etwas von uns und essen dann aber draußen, oder einer der Gastbrüder kocht ( das passiert nur sehr selten ) . Ich glaube die meiste Zeit kaufen sie sich etwas von dem Essen , was an der Straße angeboten wird .

Ich habe also wirkliches Glück was die Wohnsituation angeht . Es ist sehr angenehm sich in seinem eigenen Zimmer zurückziehen zu können .
Ich werde hoffentlich bald etwas über die Visum Verlängerung schreiben können , aber um den kompletten Prozess beschreiben zu können muss dieser abgeschlossen sein und das ist er noch nicht . Wenn das der Fall ist werde ich darüber schreiben .

Ein sehr kurzes , aber schönes Wochenende in Cape Cost

Am Freitag den 22.9 durfte ich schon früher gehen , da nur 3 Kinder in die Schule gekommen waren . Am Tag davor war ein Feiertag und die Eltern haben dann ein langes Wochenende daraus gemacht .
Meinen Rucksack hatte ich schon am Vortag gepackt , damit ich schnell nach Cape Cost fahren kann .
Damit meine ich mich schnell auf den Weg machen , denn die fahrt dauert sehr lange .
Nach einer Stunde Trotro fahren bin ich dann bei der Station angekommen , von der die Busse und Trotros in die verschiedenen Städte fahren .
Ich habe mich aus kosten gründen für ein Trotro entschieden .
Ich habe leider den Fehler gemacht und habe mich in die letzte Bank gesetzt . Als nach einer Stunde warten alle Plätze besetzt waren , wurden die Gepäckstücke in den nicht vorhandenen Kofferraum gequetscht, also eigentlich gegen unsere Füße und in unseren Rücken gedrückt .
Die Türen gingen dann nicht mehr zu und wurden von einem Strick notdürftig zusammengehalten. Erstmal kein Problem , da es mit so vielen Menschen ja echt stickig ist . Als es dann aber angefangen hat zu regnen haben wir das sofort mitbekommen .
Die Sitzreihe vor mir war leider auch so nah , dass meine Knie nach kurzer Zeit sehr schmerzten .
Nach 6 Stunden fahrt bin ich dann aber endlich im schönen Cape Cost angekommen .
Nach einer kurzen Taxifahrt war ich dann bei meiner Unterkunft dem Baobab Haus angekommen , wo mich Inga und Ihr Schwester schon erwartet haben .
Wir haben uns lange unterhalten und sind dann abends essen gegangen .
Am Meer waren wir auch noch kurz , die Wellen waren jedoch sehr hoch .
Danach bin ich dann sehr müde durch die lange Fahrt ins Bett gegangen .

Am nächsten Tag sind wir nach einem leckeren Frühstück aufgebrochen um zu dem Kakum Nationalpark zu fahren . Die fahrt dauerte zum Glück nicht allzu lange .
Wir hatten uns für den Canopy Walk entschieden bei dem wir eine tolle Aussicht hatten .
Der Canopy Walk sind Leitern die zwischen Bäumen angebracht sind , die mit Brettern ausgelegt waren , damit wir darauf laufen konnten .
Es war ziemlich hoch , aber genau das war das interessante , da wir dann den Wald von oben betrachten konnten. Exotische Tiere haben wir leider keine gesehen , da der Wald so stark von Touristen frequentiert wird .
Leider war das alles sehr schnell vorbei . Wir haben uns dann auch wieder auf den Weg Richtung Meer gemacht , welches von unserer Unterkunft keine 250 Meter entfernt war .
Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei , denn am Sonntag musste ich wieder zurück .

Diesmal hatte ich mich für die etwas teurere Variante an Transportmittel entschieden , damit ich genug Beinfreiheit hatte .
An der Haltestelle angekommen musste ich mich endgültig bei Inga verabschieden , da sie schon am nächsten Tag nach Deutschland geflogen ist . Während ich darauf gewartet habe , dass der Bus zurück nach Kumasi voll wird , ist der Bus nach Accra vier mal voll geworden und abgefahren . Das war schon ziemlich frustrierend .
Mein Bus ist dann auch nach zwei Stunden gefahren .
Die fahrt war deutlich angenehmer als die Hinfahrt.
Nach sieben Stunden war ich dann endlich wieder zuhause und konnte noch gar nicht glauben , dass es schon wieder vorbei war .
Es war ein sehr schönes Wochenende , jedoch auch mit sehr viel Fahrerei verbunden . Das nächste mal muss ich mir mehr Zeit nehmen damit es sich wirklich lohnt und auch ein bisschen zu Entspannung führt .
Genossen habe ich die Natur und das Meer jedoch trotzdem sehr !

Die ersten Arbeitstage

Ich habe mich jetzt lange nicht mehr gemeldet .
Die letzte Ferienwoche habe ich genossen und mich entspannt .

Am 10.09 sollte dann endlich die Schule eröffnen . Am Sonntag wurde mir dann mitgeteilt , dass die Kinder erst am Dienstag kommen und wir den Montag nutzen werden um aufzuräumen.
Am Montag habe ich dann meine Gastmutter gefragt , wann wir in die Schule gehen und sie meinte wir seien nicht genug Leute zum aufräumen , weil zwei Mitarbeiter auf einer Hochzeit waren . Das putzen wurde also auf Dienstag verschoben .
Ich bin am Dienstag dann extra früh aufgestanden , damit ich zur Schule laufen kann und trotzdem pünktlich bin . Beim Frühstück verkündet mir dann meine Gastmutter, dass der Fahrer krank ist und deshalb die Kinder heute nicht kommen werden .
Ich war sehr überrascht und mir taten die Kinder leid , die eure nicht in die Schule kommen können und sich darauf bestimmt schon gefreut hatten .
Dafür hatten wir aber viel Zeit zum putzen , was nach den langen Sommerferien auch dringend notwendig war . Wir waren allerdings nicht mehr als wir am Montag gewesen wären .

Am Mittwoch war es dann so weit !
Die Kinder wurden gebracht und endlich lernte ich sie kennen . Es waren bis jetzt zwar immer noch nicht alle da , aber es sind immer mindestens 5 Kinder zur Betreuung anwesend .

Meine Aufgabe ist als erstes den Baba zu füttern , der mich morgens mit einem breiten lächeln im Gesicht begrüßt. Wenn er dann nach einer halben Stunde alles aufgegessen hat kann das morgendliche singen beginnen .
Ich merke dabei richtig wie viel Spaß die Kinder dabei haben . Das abc und die Zahlen bis 20 werden mit den Kindern auf englisch geübt .
Nach dem rhythmischen Teil spielen die Kinder bis zum Mittagessen .
Die Spiele machen den Kindern Spaß und lernen tuen sie dabei dann auch gleich etwas .
Wenn es Mittagessen gibt dann ist es wieder meine Aufgabe Baba zu füttern . Mittlerweile lässt er sich nur noch von mir füttern und auch auf Nachfrage , wer ihn heute füttern soll , wird grinsend auf mich gezeigt .
Nach dem Mittagessen dürfen die Kinder sich ausruhen und schlafen wenn Sie möchten . Ich bin dann mit den Kindern , die nicht schlafen möchten draußen bei den schaukeln .
Nach der Pause wird dann so lange gespielt bis der Fahrer die Kinder wieder abholt .

Es gibt noch sehr viel Verbesserungsmöglichkeiten was die Motivation meiner Kolleginnen betrifft , hoffe sie jedoch mit gutem Beispiel zu motivieren .
Die Arbeit mit den Kindern wird nie langweilig und ich bin gespannt was noch alles auf mich zukommt .

Eine sehr gute Entscheidung

Der Trip war die beste Entscheidung die ich getroffen habe !

Am Montag morgen bin ich von Kumasi los und habe mich mit dem Trotro auf den Weg nach lake Bosomtwe gemacht .
Für mich war das die erste Trotro fahrt , die ich alleine gemacht habe .
Ich war sehr aufgeregt und gespannt , ob alles glatt läuft .
Mein Gastbruder hat mir netterweise Starthilfe gegeben und mich zu einer Trotro Station begleitet von der es dann ziemlich einfach ist in die Nähe des Sees zu gelangen .
Das Trotro hat mich bis nach Kuntanase gebracht . Dort bin ich dann mit einem Shared Taxi (die sind deutlich billiger als ein eigenes ) nach Abono gefahren . Als Weiße wird einem natürlich immer das eigene Taxi empfohlen, doch sobald man ablehnt zeigen die Taxifahrer gerne wo die Shared Taxis sind . Man muss nur immer genau wissen was man möchte , denn sonst wird die Unwissenheit gnadenlos ausgenutzt .
Um in das Gebiet vom See zu dürfen ,musste ich als Weiße , ein kleines Eintrittsgeld bezahlen .
In Abono hat Inga auf mich gewartet , um mit mir zur green Ranch zu laufen , da wir nicht nochmal extra Geld für ein Taxi ausgeben wollten . Die letzten 3 Km mit dem Taxi zu fahren währe genauso teuer gewesen wie eine Übernachtung in der green Ranch .
Der Weg war schön und das erste mal seit ich in Ghana war habe ich üppige , grüne Natur gesehen .
An dem See war es sehr ruhig und angenehm .
In der Stadt wo ich wohne , bzw. in allen größeren Städten , ist es sehr laut . Das kommt durch den ständigen Verkehr und das Gehupe wie auch von den vielen Kirchen , die alle Lautsprecher anbringen um die Messe möglichst weit zu verbreiten .
Den Tag am See habe ich sehr genossen , da sich die Ohren entspannen konnten und wirklich nur die Natur zu hören war .
Die Besitzerin ,Elodie ,war Französin und sehr freundlich . Eigentlich war die Green Ranch voll ausgebucht , doch Elodie war so zuvorkommend und hat uns das Gästezimmer in ihrem Haus angeboten . Dieses Angebot haben Inga und ich sehr gerne angenommen .

Am nächsten morgen sind Inga und ich wieder zur Straße gelaufen um abermals ein Shared Taxi von Abono nach Kuntanase zu nehmen .
Von dort haben wir zu zweit ein Shared Taxi nach Kwaso genommen und für die beiden fehlenden Personen gezahlt , da wir keine Stunde warten wollten bis die fehlenden Personen eintreffen . Es war immer noch sehr viel billiger als ein eigenes Taxi zu nehmen . Von Kwaso ging es dann im Trotro nach Ejisu . Das letzte Stück sind wir dann wieder im Shared Taxi nach Adanwomase gefahren . Unser Ziel war es die traditionelle Webart des Kente anzuschauen .
Wir haben eine Führung mitgemacht und durften den jungen Männern bei der sehr schnellen Webtechnik zuschauen . Die fertigen Stücke sahen sehr schön aus und jedes Muster hatte eine bestimmte Bedeutung . Früher war es nur der königlichen Familie erlaubt die Kente Muster zu tragen , doch heutzutage darf jeder , der das Geld dazu hat , sich eins kaufen .
Uns wurde auch die Kakao Plantage gezeigt , die sich direkt hinter den Webstühlen erstreckte .
Für mich war es das erste mal eine echte Kakao Frucht zu sehen .

Von Adanwomase sind wir dann im Shared Taxi nach Ntonso gefahren , um uns die Adinkra drucke anzuschauen .
Die Adinkra drucke werden traditionell zu der Beerdigung eines nahen Verwandten getragen .
Die Muster der Drucke haben wieder eine spezielle Bedeutung .
Die Farbe mit der gedruckt wird , wird aus Baumrinde durch mehrfaches aufkochen gewonnen .
Das Drucken wird per Handarbeit gemacht .
Es war interessant die Tradition dahinter genauer kennenzulernen.

Nach einem kleinen Mittagessen haben wir uns dann mit dem Trotro wieder in Richtung kumasi gemacht .
Die fahrt war aufregend , da wir nicht wussten wo uns das Trotro hin bringt , aber die Mitfahrer haben uns bereitwillig alles erklärt . Nach zwei weiteren Trotro fahrten war ich dann endlich zuhause . Gerade das letzte Stück Fahrt war sehr erschöpfend .

Durch den Trip habe ich zum Glück die Angst vor dem Trotro fahren überwunden und bin jetzt nicht mehr so abhängig von meiner Gastfamilie .
Obwohl der Trip nur sehr kurz war haben wir vieles gesehen .